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Hannover ⇄ Hildesheim · Oktober 2026

Die S4 muss bleiben.

Die S-Bahn zwischen Hannover und Hildesheim soll 2027 ein ganzes Jahr lang nicht fahren, weil eine Baustelle zwischen Hannover und Berlin früher beginnt, als ihre Umleitung fertig ist.

Mitmachen

Was kann ich tun?

Vier Schritte, jeder hilft. Am meisten bewirkt ein Brief mit der Post: Abgeordnete lesen Briefe aus ihrem Wahlkreis.

  1. Brief schreiben

    An Ihre Bundestagsabgeordneten und den Bundesverkehrsminister. Wählen Sie, wie Sie am liebsten schreiben:

    Online-Generator

    Fünf Minuten, fertiges PDF für den Fensterumschlag. Alles bleibt in Ihrem Browser.

    ✉ Brief online erstellen

    Word-Vorlage

    Lieber in Word oder LibreOffice? Gelbe Felder ausfüllen. Auf Seite 2 stehen alle Empfänger mit Anschrift und Postleitzahlen.

    Vorlage herunterladen (.docx)

    Mit einer KI schreiben

    Anleitung kopieren, in ChatGPT, Claude oder Gemini einfügen und den Fragen folgen. Die KI schreibt dann Ihre Briefe.

    Hinweis: Der KI-Anbieter erhält alles, was Sie dort eingeben. Wer das nicht will, nimmt den Online-Generator.

    Anleitung als Textdatei ansehen
  2. Weitersagen

    Schicken Sie die Seite an Nachbarn, Familie, Kollegen und Mitpendler. Dieser Text ist schon vorbereitet:

    Die S4 Hannover–Hildesheim soll 2027 ein Jahr lang nicht fahren. Schreib mit mir einen Brief an unsere Abgeordneten: https://s4-muss-bleiben.de

  3. Aushang aufhängen

    Nicht alle sind im Netz unterwegs. Der Aushang erklärt auf einer A4-Seite, worum es geht, mit QR-Code zur Seite und Abreißstreifen.

    Zum Aufhängen im Treppenhaus, am Bahnhof, beim Bäcker, im Verein oder am Schwarzen Brett bei der Arbeit. Bitte nur dort, wo Aushänge erlaubt sind.

    Aushang herunterladen (PDF, A4)
  4. Mitmachen

    Sie wollen mehr tun, Aushänge verteilen, im Verein oder Ortsrat davon erzählen oder haben eine Idee? Melden Sie sich bei mir.

    Levin Keller, Anwohner an der S4

    E-Mail an post@levinkeller.de

Zeitleiste, Quellen und unsere Anfragen an Behörden stehen unter Hintergrund, die Zusammenhänge als Karten unter Schaubilder. Diese Seite ist eine private Initiative von Anwohnern an der S4, unabhängig von Parteien und Verbänden.

Unsere Forderung

Was wir fordern

  1. Erst die Umleitung, dann die Baustelle.

    Die Korridorsanierung Lehrte–Berlin wird ausgesetzt, bis die Lehrter Stammbahn elektrifiziert ist und als Umleitung bereitsteht.

  2. Die S4 fährt weiter. Genau so wie heute.

    Gleicher Takt, alle Halte, und pünktlicher als bisher. Kein einziger Rückschritt.

Keine faulen Kompromisse

Zusatzhalte von RE2 oder RE10, ein paar S-Bahnen zur Hauptverkehrszeit oder Ersatzbusse sind keine Lösung. Wer in Barnten, Emmerke, Rethen oder an der Bismarckstraße einsteigt, muss sich darauf verlassen können, dass seine S-Bahn fährt, jeden Tag, im gewohnten Takt.

Einmal mehr soll der ländliche Raum ausbaden, was anderswo schiefgelaufen ist. Die S4 ist unsere Schiene, unsere Verbindung in die Stadt. Die lassen wir uns nicht nehmen.

Auch der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen schreibt in seiner Pressemitteilung vom 09.10.2026, der Nahverkehr zwischen Hildesheim und Hannover werde „teildemontiert“.

✉ Jetzt Brief an Abgeordnete schreiben

Dauert fünf Minuten. Ausdrucken, unterschreiben, abschicken.

Was passiert und warum

Kurz erklärt

Hinter wichtigen Aussagen steht, woher wir sie wissen:

belegt nur Medienbericht abgeleitet Vermutung unsere Position

„Belegt“ heißt: Es gibt eine amtliche Quelle oder eine Mitteilung der Bahn. „Vermutung“ ist unsere eigene Erklärung, die niemand offiziell bestätigt hat.

1. Die Umleitung ist nicht fertig

Seit dem 2. Oktober 2026 saniert die Bahn die ICE-Strecke Hannover–Berlin. belegt Während der Bauzeit sollten die Züge ab Dezember 2026 teilweise über eine ältere Strecke daneben fahren, die Lehrter Stammbahn. Dafür sollte sie rechtzeitig eine Oberleitung bekommen. belegt

Die Stammbahn wird aber erst Ende 2027 fertig, ein Jahr zu spät. belegt Am Baubeginn hat die Bahn trotzdem festgehalten. (DB InfraGO, August 2026)

2. Der ICE fährt um

Die ICEs nach Berlin fahren deshalb über Braunschweig und Magdeburg, rund 80 Minuten länger. belegt Dort sind aber auch Güterzüge unterwegs. Für Güterzüge öffnet die Bahn zusätzliche Umwege, unter anderem über Halle und Eichenberg. belegt (DB InfraGO, 09.09.2026)

3. Die S4 soll 2027 ganz ausfallen

Laut Hildesheimer Allgemeiner und t-online soll die S4 zwischen Hannover und Hildesheim im ganzen Fahrplanjahr 2027 nicht fahren, auf Vorgabe der DB InfraGO. nur Medienbericht (Hildesheimer Allgemeine, 06.10.2026; t-online, 07.10.2026) Eine offizielle Mitteilung der Bahn gibt es bisher nicht.

Gefragt wurde vorher niemand: Der Landkreis Hildesheim hat nach eigener Auskunft „erst am Mittwoch aus der Zeitung vom bevorstehenden Ausfall der S 4 erfahren“, und auch die Landesnahverkehrsgesellschaft wurde von der DB InfraGO nur „kurzfristig“ informiert. belegt (Antwort des Landkreises auf unsere Anfrage, 09.10.2026)

Der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen nennt als Grund die „Schaffung von freien Gleiskapazitäten für umzuleitende Güterverkehre“. (Pressemitteilung vom 09.10.2026)

4. Warum gerade die S4? Unsere Vermutung

Vermutung Das ist unsere eigene Erklärung. Offiziell bestätigt ist sie nicht.

  • Für die Umleitungen wird nach unserer Einschätzung die Verbindungskurve zwischen Barnten und Emmerke gebraucht. Sie hat nur ein Gleis und fädelt an beiden Enden ebenerdig in die anderen Strecken ein. (Strecke: Wikipedia)
  • Über diese Kurve fahren heute die S4 und der RE10. Zusätzlicher Platz entsteht dort nur, wenn einer der beiden wegfällt.
  • Dahinter steckt vermutlich eine marode Brücke zwischen Vechelde und Groß Gleidingen an der Strecke Hannover–Braunschweig, die nur eingleisig befahren werden kann. Züge müssten dann über Hildesheim ausweichen, also über genau diese Kurve.
  • Zusätzlich vermuten wir mehr Güterzüge auf der Südbahn zwischen Hannover, Sarstedt und Barnten, auf denselben Gleisen wie die S4.

Die Zahlen dazu haben wir bei der Bahn und beim Bund angefragt.

5. Wen es trifft

Von Hildesheim Hbf nach Hannover Hbf fährt weiter der RE10. Hart getroffen sind die Zwischenhalte der S4: belegt (Linie S4)

  • Hannover Bismarckstraße: verliert die S-Bahn; bleibt nur mit Stadtbahn und Bus erreichbar
  • Hannover Messe/Laatzen: verliert den regelmäßigen Bahnhalt
  • Rethen (Leine): wird nur von der S4 bedient: kein Zug mehr
  • Sarstedt: behält RE-Halte, verliert aber die S-Bahn
  • Barnten: wird nur von der S4 bedient: kein Zug mehr
  • Emmerke: behält nur die RB77, ohne direkte Verbindung nach Hannover

Wer von Barnten, Rethen oder Emmerke zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt muss, braucht 2027 ein Auto, einen Bus mit langen Fahrzeiten oder einen Parkplatz an einem der wenigen RE-Bahnhöfe.

6. Mehr Güterzüge, mehr Lärm

Stimmt unsere Vermutung, rollen 2027 mehr Güterzüge durch Rössing, Nordstemmen, Barnten und Sarstedt. Vermutung Diese Orte sind schon heute stark belastet, viele Menschen wohnen direkt an den Gleisen. Eine Information an die Anwohner ist uns nicht bekannt.

7. Der eigentliche Fehler

Unsere Bewertung unsere Position: Man hat den Sanierungstermin fest zugesagt, bevor die Umleitung fertig war. Wird das eine nicht rechtzeitig fertig, kippt das andere. Als die Verzögerung im August 2026 bekannt wurde, hätte man die Sanierung noch rechtzeitig verschieben können. Erst muss die Umleitung stehen, dann wird gesperrt.

  • Im Kapazitätsplan vom 11.08.2025 steht, die Stammbahn werde „bis zum Beginn der Generalsanierung“ elektrifiziert. Einen Plan B für eine Verspätung enthält er nicht. belegt (DB InfraGO, PDF)
  • Verzögerungen beim Ausbau waren schon 2023 bekannt, bevor der Sanierungstermin festgelegt wurde. belegt (BT-Drucksache 20/8387)
  • Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung lag einen Monat vor Baubeginn noch nicht vor. belegt (BT-Drucksache 21/7817)
  • Eine DB-Sprecherin räumte Anfang Oktober 2026 ein, die Planung sei „zu optimistisch“ gewesen. nur Medienbericht (Wirtschaft und Industrie)

Es ist nicht Aufgabe der Fahrgäste und Anwohner, diesen Planungsfehler auszubaden.

8. Wer zuständig ist

Geplant hat die DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Bahn. Der Bund ist Eigentümer und hat dem Zeitplan zugestimmt. Wer die Kopplung an die Stammbahn im Einzelnen entschieden hat, ist nicht öffentlich.

  1. 11.06.2024 · Bundesverkehrsminister Volker Wissing

    Die DB InfraGO legt den Sperrzeitraum Oktober 2026 bis Dezember 2027 fest, obwohl Verzögerungen beim Ausbau seit 2023 bekannt sind. belegt (Quelle)

  2. 09.09.2025 · Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Der Bund stimmt dem Zeitplan der Korridorsanierungen zu, Lehrte–Berlin für 2027. belegt (Quelle)

  3. seit 29.07.2026 · Bundesverkehrsminister Steffen Bilger

    Zwei Wochen nach seinem Amtsantritt wird die Verzögerung der Stammbahn bekannt. Er kann die Sanierung jetzt noch verschieben. unsere Position

Deshalb richtet sich unser Brief an die Bundestagsabgeordneten der Region und an den Bundesverkehrsminister.

Der schnellste Einstieg

Hören und sehen

Mit KI erstellt: Die Sprecher sind fiktive Figuren, ihre Stimmen sind KI-generiert. Für die meisten Aussagen gibt es Belege; wo nicht, sind sie als Vermutung gekennzeichnet.

Video

Gut zwei Minuten: was passiert, warum, und was wir fordern.

Erklärvideo: Warum die S4 2027 ausfallen soll

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Podcast

Zwei Sprecher erklären in rund zehn Minuten, wie es zum S4-Ausfall kam und welche Wege es gibt.

Podcast: Warum die S4 2027 ausfallen soll

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